Kirchhoff Consult GmbH
Kirchhoff Consult I Digitales Reporting: Hybrid-Bericht hat sich gegenüber Full-HTML-Bericht durchgesetzt
EQS-News: Kirchhoff Consult GmbH
/ Schlagwort(e): Studie/Studienergebnisse
„Seit über 20 Jahren begleiten wir unsere Kunden bei der Digitalisierung ihres Reportings und untersuchen dazu regelmäßig die Nutzung verschiedener Formate und Medien,“ so Jens Hecht, Managing Partner bei Kirchhoff. „Lange ist der Markt davon ausgegangen, dass sich der HTML-Bericht als das Standardformat im digitalen Reporting durchsetzen wird. Bis heute ist dies allerdings nicht eingetreten. Vielmehr haben sich intelligente Mischformate, Hybrid-Berichte und Reporting Suites entwickelt. Durch die effiziente Verbindung von Storytelling mit einem umfassenden Informationsangebot sowie der Einbindung interaktiver Elemente und Videos werden diese Formate aus unserer Sicht künftig zum Goldstandard.“ Bei den klassischen PDF-Berichten setzen immer mehr Unternehmen auf interaktive Funktionen: 76 Prozent veröffentlichen eine so genannte „interaktive PDF“. Im DAX40 ist es mit 85 Prozent die deutliche Mehrheit der Unternehmen. Insgesamt 36 Prozent haben sich für ein Screen-PDF entschieden, also ein Querformat mit verbesserter Bildschirm-Lesbarkeit. Ungenutztes Potenzial: Nur ein Drittel veröffentlicht digitalen Geschäftsbericht Nur 30 Prozent aller 160 untersuchten Unternehmen aus DAX40, MDAX und SDAX veröffentlichten für das Geschäftsjahr 2023 einen digitalen Geschäftsbericht – also entweder einen vollständig in HTML programmierten Online-Geschäftsbericht oder einen sogenannten hybriden Bericht. 50 Prozent sind es im DAX40, 32 Prozent im MDAX und 17 Prozent der SDAX-Unternehmen. Vor zehn Jahren lagen diese Quoten noch deutlich höher. Damals ergab unsere Untersuchung, dass jeweils mehr als die Hälfte der DAX30- (63 Prozent) und MDAX-Unternehmen (52 Prozent) einen digitalen Bericht veröffentlichte. Allerdings sind seitdem die Flash-basierten Berichtsformate weggefallen. Anzahl der Full-HTML-Berichte seit zehn Jahren auf gleichem Niveau Rund 14 Prozent der untersuchten Unternehmen erstellen einen Full-HTML-Bericht: darunter ein Viertel der DAX40-Unternehmen, 18 Prozent der Unternehmen aus dem MDAX und nur knapp 6 Prozent der SDAX-Unternehmen. Ein ähnliches Bild ergab unsere Untersuchung schon vor zehn Jahren. Im Jahr 2014 waren es 23 Prozent der im DAX30 gelisteten Unternehmen und 14 Prozent im MDAX. HTML-Berichte sind also nicht zum „State-of-the-Art“ geworden, wie von einigen Marktteilnehmern prognostiziert. Insgesamt werden mehr hybride Berichte als Full-HTML-Berichte veröffentlicht: 16 Prozent aller untersuchten Unternehmen veröffentlichten für das Geschäftsjahr 2023 einen Hybrid-Bericht. Im DAX40 sind es 25 Prozent der Unternehmen, im MDAX 14 Prozent und 11 Prozent im SDAX. Damit sind es im SDAX sogar doppelt so viele Hybrid- wie Full-HTML-Berichte. Hybride Berichte bieten optimales Kosten-Nutzen-Verhältnis „Der Trend geht eindeutig zu effizienten, weniger zeit- und kostenintensiven Formaten,“ erklärt Fazilet Polat, Senior Consultant Online bei Kirchhoff. „Hybride Berichte bieten eine höhere Nutzerfreundlichkeit und eine vielseitig nutzbare Plattform für Storytelling. Dabei werden die Stärken der miteinander verknüpften Medienformate möglichst effizient eingesetzt.“ Unternehmen setzen vermehrt auf Videos und Bewegtbild Die diesjährige Analyse der Berichtsformate zeigt auch, dass Bewegtbild als Medium im Reporting immer wichtiger wird. Gut die Hälfte der Unternehmen (56 Prozent), die einen digitalen Bericht erstellen, setzt auch Videos ein: beispielweise im Header der Microsite (knapp 38 Prozent) und/oder im CEO-Statement (33 Prozent). Dieser Trend ist auch auf eine aktivere Vermarktung und Nutzung des Reporting-Contents in Sozialen Medien oder bei IR-Veranstaltungen zurückzuführen.
12.06.2024 CET/CEST Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, übermittelt durch EQS News – ein Service der EQS Group AG. |